10 Reiseziele, die noch nicht jeder kennt

Warum denn immer nach Mallorca? Überfüllte Strände, ein ewiger Handtuchkrieg um den besten Liegestuhl und tägliches Schlange stehen am Frühstücksbuffet. Wer das vermeiden möchte, steuert am besten Urlaubsorte an, die noch vom Massentourismus verschont sind. Wir stellen Ihnen zehn ideale Fernreiseziele für einen entspannten und ruhigen Urlaub vor.

 

Kimberley, Australien

Die Kimberley-Region ist eines der letzten großen Wildnisgebiete der Welt und vereint atemberaubende Schluchten, einmalige Felsformationen, grüne Oasen und unberührte Strände. Bekannt geworden ist die Region im Nordwesten Australiens als Kulisse für den Film „Australia“. Die Hälfte der Einwohner der dünn besiedelten Kimberley sind Aborigines. Die beste Reisezeit ist während der Trockenzeit von Mai bis Oktober, wenn meist die Sonne scheint und die Temperaturen zwischen 25 bis 35 Grad liegen. Die Region um Kimberley hat einiges zu bieten. Am Cable Beach von Broome kann man auf Kamelen in den Sonnenuntergang reiten. Der rund 22 Kilometer lange Sandstrand zählt zu den schönsten der Welt und ist selbst in der Hauptreisezeit genau der richtige Ort für einen entspannten Tag zum Faulenzen. Vor der Küste liegen die faszinierenden Korallenatolle der Rowley Shoals.





Die unberührten Korallengärten und die lebendige Unterwasserwelt mit vielen farbenfrohen Fischen machen diese Naturschönheit so einmalig. Aus der Luft mit einem Wasserflugzeug oder bei einer Bootstour lassen sich die Horizontal Falls Wasserfälle am besten bestaunen. Sie gelten als eines der großartigsten Naturwunder der Welt. Wer das Abenteuer in freier Wildbahn sucht, findet in den Kimberleys eines der besten Gebiete für Allradfahrzeuge jeglicher Art. Die größte Herausforderung für Allradfahrer ist die Gibb River Road, die zwischen Broome und Kununurra verläuft. Sie windet sich durch raue Landschaften und gewährt freien Zugang zu eindrucksvollen Wildtieren und atemberaubenden Schluchten.

La Fortuna, Costa Rica

Die Stadt mit dem offiziellen Namen "La Fortuna de San Carlos" ist der ideale Ausgangspunkt, um die Naturschönheiten dieser Inselregion zu erkunden. Naturliebhaber und Aktivurlauber werden sich hier wohlfühlen. In direkter Nachbarschaft beginnt das Naturschutzgebiet Arenal. Hauptattraktion ist der 1.670 Meter hohe noch aktive Vulkan Arenal. Geübte Wanderer können auf gut angelegten Pfaden entlang seines Fußes zu einer der erkalteten Lavazungen wandern. Ursprüngliche Regen- und Nebelwälder, beeindruckende Wasserfälle und eine reiche Tier- und Pflanzenwelt sorgen für ein bisschen Abenteuer à la Indiana Jones. Eine weitere Attraktion ist der Fortuna Wasserfall mit einer Fallhöhe von etwa 70 Metern.





Er liegt etwa fünf Kilometer außerhalb von La Fortuna am Fuße des schlafenden Vulkans Cerro Chato. Zu Fuß dauert die Wanderung zum Wasserfall nicht länger als eine Stunde. Wer es gemütlicher mag, unternimmt eine geführte Tour mit Pferden. Wie man den Weg auch beschreitet, am Ende lockt ein erfrischendes Bad im natürlichen Schwimmbecken des Wasserfalls. Ein Eldorado für Wassersportler ist der 80 km² große Arenal See. Auf dem größten Binnensee Costa Ricas herrschen immer hohe Windgeschwindigkeiten, so dass Windsurfer hier richtig in Fahrt kommen.

Oaxaca de Juárez, Mexiko

Die am Pazifik gelegene Kolonialstadt Oaxaca ist als Reiseziel noch ein absoluter Geheimtipp. Reich an Geschichte und Kultur, lebt die Stadt von ihrer jahrtausendealten Zivilisation, kolonialen Architektur und gut erhaltenen Tradition. In der mexikanischen Kolonialstadt herrscht aufgrund der Höhenlage von 1.500 Metern das gesamte Jahr über ein angenehmes Klima. Die bedeutendste archäologische Stätte liegt nur wenige Kilometer vom Stadtkern entfernt. Monte Albán ist eine militärische und religiöse Niederlassung im Tal von Oaxaca. Sie ist neben der historischen Altstadt UNESCO-Weltkulturerbe und so gut erhalten, dass man sich in längst vergangene Zeiten zurückversetzt fühlt. Doch auch ein Abstecher in die archäologischen Stätten Mitla, Yagul und Dainzú lohnt sich. Neben vielen touristischen Sehenswürdigkeiten erwarten Besucher in der Stadt zahlreiche bunte Märkte und traditionelle Volksfeste. Auf den Märkten kann man neben handgeschöpfter Schokolade viele weitere regionale Leckereien ausprobieren.





Kunsthandwerker verkaufen traditionelle farbenfrohe Stoffe, deren Schönheit Oaxaca auf der ganzen Welt bekannt gemacht hat. Jedes Jahr wird an den letzten zwei Juli-Montagen das wohl wichtigste und berühmteste traditionelle Volksfest des gleichnamigen Bundesstaates Oaxaca, das Guelaguetza Festival, gefeiert. Indigene Volksgruppen aus der gesamten Region präsentieren in farbenprächtigen Kostümen und Trachten ihre Volkstänze. Eine weitere bedeutende Festlichkeit ist das mexikanische Totenfest Día de Muertos (Allerseelen) und die Noche de los Rábanos (Nacht der Radieschen, am 23. Dezember), bei der kunstvolle Figuren aus Rettichen geschnitzt werden. Bei beiden Festen sprüht die Stadt voller Lebensfreunde und die Bewohner feiern bis in den Morgen hinein.


Koh Kong, Kambodscha

Kambodscha hat sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Reiseziele Südostasiens entwickelt. Einige Regionen des Königreichs sind jedoch weitestgehend vom Reiseboom verschont geblieben. Dazu zählt die Stadt Koh Kong im Südwesten Kambodschas, die Region, Stadt und Insel zugleich ist. Abseits der Touristenströme findet man hier einsame Traumstrände und wilde Mangrovenwälder. Im Laufe der vergangenen Jahre wurden gleich zwei Nationalparks zum Schutz der unberührten Natur errichtet. Im Botum Sakor-Nationalpark und Kirirom-Nationalpark lässt sich die einmalige Schönheit dieser wilden Natur aus Mangrovenwäldern, Flüssen und Wasserfällen bewundern. In den Mangrovenwäldern können Abenteuerlustige bei einer Kanutour auf dem Tatai River oder auf dem Kah Bpow River die Gegend für sich entdecken.

Die Insel Koh Kong war lange militärisches Sperrgebiet, sodass sich Tourismus dort nicht entwickeln konnte. Seit 2012 ist die Insel für Tagesausflügler geöffnet und lockt mit menschenleeren Stränden. Die Inselgruppe Koh Sdach dagegen ist mit ihren malerischen, einsamen Stränden und günstigen Bungalow-Anlagen ein Geheimtipp für entspannte Tage fernab des Rummels. Die ideale Reisezeit für Kambodscha liegt in den Monaten Dezember und Januar. Dann ist die Hitze bei Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad noch erträglich und es regnet nur selten. Zudem bewegt sich die Luftfeuchtigkeit in diesen Monaten im Rahmen des Erträglichen.


Kathmandu, Nepal

Nepals Hauptstadt Kathmandu zieht immer mehr Menschen in ihren mystischen Bann. Das über 1.800 Meter hoch gelegene historische Zentrum ist geprägt von buddhistischen Traditionen. Hier befinden sich auch die meisten buddhistischen und hinduistischen Tempel und Paläste. „Bewacht“ werden sie durch unzählige Affen, die auf den Türmen und Brüstungen herumtanzen und jeden Besucher neugierig begutachten. Wer die wahre Schönheit Nepals entdecken möchte, sollte zum Affentempel wandern. Zum ältesten Heiligenschrein der Gegend pilgern täglich hunderte Menschen vor Sonnenaufgang den Hügel am Rande von Kathmandu hinauf. Hat man die 364 Stufen zum Tempel geschafft, entschädigt der traumhafte Blick über das Kathmandu-Tal für jegliche Mühen, die der Aufstieg gekostet hat.

Bereits Ende der sechziger Jahre entdeckten die Hippies diese Gegend für sich. Angenehme Temperaturen und liebenswerte Nepalesen waren für viele Grund genug, dauerhaft zu bleiben. Die Einflüsse der Hippies sind auch noch heute sichtbar. Viele Geschäfte tragen Namen wie Pumpernickel, German Bakery oder Kleiner Kuchenladen.


Fernando de Noronha, Brasilien

Der Archipel Fernando de Noronha liegt etwa 360 Kilometer östlich des brasilianischen Festlands im Atlantischen Ozean. Es ist ein absolutes Mekka für Wasser- und Badeliebhaber. Die unglaubliche Unterwasserwelt lockt Taucher aus aller Welt an und gilt noch als Geheimtipp. Rund um den Archipel tummeln sich viele Delfine. In der Baia dos Golfinos wurden 1.200 dieser lebensfrohen Meeresbewohner gezählt, was weltweit als einzigartig gilt. Doch auch beim Schnorcheln trifft man auf Meeresschildkröten, Mantarochen und viele bunte Fischschwärme.





Wer lieber entspannt in der Sonne liegen möchte, sollte den Strand Praia do Sancho besuchen. Was die Brasilianer schon längst wussten und gerne für sich behielten, ist nun offiziell: Der Strand wurde jüngst zum schönsten Strand der Welt gekürt. Gleich nebenan bietet die Bucht Baía dos Porcos eine Postkartenansicht, die jedem Daheimgebliebenen vor Neid erblassen lässt. Entdecker dieser einmaligen Naturschönheit war der italienische Seefahrer Americo Vespucci. Er notierte nach dem Anlegen: "Klares Wasser und unendlich viele Bäume, wunderschöne Vögel, die aus der Hand fressen, ein herrlicher Hafen: Hier ist das Paradies."


Boracay, Philippinen

Die Insel Boracay ist nur zehn Quadratkilometer groß und zählt wegen ihrer traumhaften Strände zu den schönsten Inseln der Welt. Der White Beach, der Hauptstrand der kleinen Insel, erfüllt alle Erwartungen, die man an ein tropisches Paradies stellt: Weißer Puderzuckersand, Kokospalmen und türkisblaues Wasser in verträumten Lagunen. Hier hat der Massentourismus noch nicht Einzug gehalten, sodass man weite Strandabschnitte ganz für sich allein hat. Rund um das Eiland liegen viele Tauchplätze, die Boracay zu einem Mekka des Tauchsports machen. Tauchschulen bieten für Anfänger und Fortgeschrittene Ausflüge in die faszinierende Unterwasserwelt an.

Auch wer sich nicht für das Tauchen begeistert, wird sich nicht langweilen. An verschiedenen Stränden können Funsportarten wie Wasserski, Parasailing und Kitesurfen ausprobiert werden. Die beste Reisezeit für Boracay ist von November bis Mai. Dann herrschen hier Temperaturen zwischen 25 und 32 Grad und es fällt kaum Niederschlag.


Koh Kut, Thailand

Die viertgrößte Insel Thailands ist eine wahre Schönheit und liegt an der Ostküste des Landes im Golf von Thailand. Diese Ecke von Thailand in der Grenzregion zu Kambodscha wurde erst vor kurzem für den Tourismus erschlossen. Die gesamte Insel ist sehr gebirgig und mit tropischem Regenwald bedeckt. So befindet sich auch nur eine befestigte Straße auf der Insel, die den Norden mit dem Süden verbindet. Alle anderen Wege sind Dschungelpfade, die man zu Fuß oder mit einem geliehenen Moped erkunden kann. An der gesamten Westküste befinden sich nicht nur traumhaft schöne und langläufige Strände wie der Ta Phao und der Klong Chao Beach, sondern auch in direkter Strandlage die besten und luxuriösesten Resorts von Koh Kut.





Im Süden der Insel laden die zwei schönsten Buchten Siam Bay und Phrao Bay zum Schnorcheln und Tauchen ein. Günstige Resorts finden sich hier genauso wie preiswerte Restaurants mit typischen Thai-Gerichten. Die größte Sehenswürdigkeit der Insel sind die paradiesischen Wasserfälle Klong Chao und Klong Yai Ki. Mitten im Dschungel gelegen, bietet sie einen schönen Platz zum Schwimmen und Entspannen in der Natur. Nach einer abenteuerlichen Wanderung durch den dichten Dschungel von Koh Kut ist das glasklare Wasser eine willkommene Erfrischung, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

 


Palawan, Philippinen

Die Insel Palawan im Westen der Philippinen ist sprichwörtlich „ein Paradies auf Erden“. Trotz ihrer idyllischen Lagunen, weißen Pudersandstrände und atemberaubenden Natur ist die Inselgruppe jedoch ein touristisches Niemandsland. Entlang der gesamten Insel verläuft eine Bergkette, deren höchster Berg mit einer beeindruckenden Höhe von über 2.000 Metern über dem Meeresspiegel der Mantalingajan ist. An den langen Sandstränden liegen malerische Beach Resorts mit komfortabler Ausstattung. Neben den vielen schönen Stränden hat Palawan noch einiges mehr zu bieten. Die Mangrovengebiete im Inneren der Insel lassen sich perfekt bei einer Bootstour erkunden. Wer ein Abenteuer erleben möchte, besucht die vielen unterirdischen Höhlen oder taucht im Osten von Palawan nach Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg. Auf der benachbarten Insel St. Pauls befindet sich der längste unterirdische Fluss der Welt. Er ist per Schiff befahrbar und zählt seit 1999 zum UNESCO-Weltnaturerbe.


Curaçao, Niederländische Antillen

Die Karibikinsel Curaçao ist eine der drei sogenannten ABC-Inseln: Aruba, Bonaire und Curacao. Die ABC-Inseln sind Teil der Kleinen Antillen und liegen vor der Küste Venezuelas. Wer Ruhe sucht, unberührte Natur genießen möchte und einsame Buchten bevorzugt, ist auf Curaçao genau richtig. Überall auf der Insel befinden sich Traumplätze, an denen man sich entspannen und wohlfühlen kann, ohne von Touristenströmen dabei gestört zu werden. Taucher schätzen die Insel wegen ihrer artenreichen Unterwasserwelt.




Doch Curaçao ist weit mehr als nur ein Hotspot für Tauchfreunde. An unzähligen Buchten lädt das ruhige Wasser zum Baden und Paddeln ein. Nicht selten tummeln sich dort auch Delfine, die Besucher durch ein Stupsen mit der Schnauze zum Spielen auffordern. Ein Muss ist der Besuch des Postkartenstrandes Grote Knip, an dem man bei einem Blick aus dem Liegestuhl auf das azurblaue Wasser die Seele baumeln lassen kann. Wer sich für Kultur interessiert, für den lohnt sich ein Ausflug in die Hauptstadt Willemstad. Neben kleinen Märkten mit inseltypischen Produkten gibt es hier viele Bauwerke aus der niederländischen Kolonialzeit zu entdecken.

 

Fotos: Cobris (Curaçao); Getty (Header, Philippinen)


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